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Haus- & Wohnungsverkauf: 11 nützliche Tipps

Mit diesen Tipps klappt der Wohnungsverkauf besser
Mit diesen Tipps klappt der Wohnungsverkauf besser

Ja, Sie können Ihre Immobilie selbst verkaufen! Sie können sich und Ihren Käufern die Makler-Courtage ersparen. Sie dürfen auf mehr Interesse für die angebotene Immobilie hoffen – eben, weil Sie ohne Makler arbeiten. Das alles ist toll, die Vorteile liegen auf der Hand. Allerdings soll auch nicht verschwiegen werden, dass Sie ein bisschen etwas tun müssen, um von all diesen Vorteilen profitieren zu können. Wir haben 11 hilfreiche Tipps für Sie!

Wir bieten Ihnen noch viel mehr nützliche Informationen – etwa den Ablaufplan für Ihren Wohnungs- und Hausverkauf, eine Checkliste über die benötigten Unterlagen und einige praktische Überlegungen vor dem Besichtigungstermin.

Es geht darum, die richtigen Fragen zu stellen, sich optimal vorzubereiten, sich eine Verkaufsstrategie zurechtzulegen. Und alles, was Sie als Handlungsnotwendigkeit erkannt haben, dann auch optimal umzusetzen. Genau dafür haben wir 11 nützliche Tipps für Sie zusammengestellt: Damit Ihnen der Haus- oder Wohnungsverkauf ohne Makler leicht und erfolgreich von der Hand geht!

Tipp 1: Analyse aktueller Immobilienpreise

Beobachten Sie die Preise in Ihrer Region. Angebot und Nachfrage führen zu einem Preisgefüge, von dem Sie einen groben Überblick haben sollten.

Märkte verändern sich, Anforderungen an Immobilien verschieben sich. Sozial- und Altersstrukturen sowie Präferenzen ändern sich, etwa: Stadt oder Land – was ist beliebter? Aus alldem berechnet sich der jeweils aktuelle Preis für Ihre Immobilie. Es macht die Sache nicht unbedingt einfach, dass daran so viele Faktoren beteiligt sind.

Doch es gibt Grundlinien, die Sie gut im Auge behalten können. Grundsätzlich entsteht die Vergleichbarkeit von Immobilienpreisen aus dem aktuellen Zusammenspiel von Angebot, Nachfrage, regionalen wie bundesweiten Faktoren und Entwicklungen.

Im Immobilienpreisindex fließen all diese Faktoren zusammen. Darum ist er die wichtigste Grundgröße für Ihre Analysen. Nur: Leider gibt es keine deutschlandweit einheitliche Ausgabe von diesem Index. Aber Sie können sich trotzdem eine solide Basis für die Analyse Ihres Immobilienwerts verschaffen – wie das geht, erklären wir Ihnen auf der Seite Immobilienpreise. Zusätzlich können Sie bei uns Ihre Immobilie schätzen lassen.

Wichtig ist außerdem: Was immer Sie selbst zur Aufwertung Ihrer Immobilie unternommen haben (etwa Reparaturen oder Modernisierungsmaßnahmen), wird später zum äußerst wichtigen Verkaufsargument. Aber bei der Preis-Analyse sind solche Maßnahmen dem Immobilienpreisindex nachgeordnet.

Tipp 2: Der richtige Preis für Ihre Immobilie

Ermitteln Sie den konkreten aktuellen Marktwert Ihrer Immobilie. So haben Sie eine verlässliche Grundlage für den Preis in Ihrer Immobilienanzeige. Zu hohe oder zu niedrige Preise verhindern dagegen den erfolgreichen Abschluss.

Beim konkreten Immobilienpreis kommt strategisches Denken ins Spiel: Wer einen zu hohen Preis für seine Immobilie ansetzt, schafft unter Umständen eine ungute Spirale. Denn eine zu teuer angebotene Immobilie schreckt potenzielle Interessenten ab. Viele Verkäufer korrigieren den Preis dann schrittweise nach unten – was vor allem im Internet die ganze Zeit über öffentlich verfolgt werden kann. Schnell entsteht bei möglichen Kaufinteressenten dann der Eindruck: „Mit diesem Objekt stimmt was nicht!“ Dann ist die Abwärtsspirale kaum noch aufzuhalten.

Unser Tipp: Lieber von vornherein einen fairen Preis ansetzen und sich nur minimal auf Preisverhandlungen einlassen. Und wie stelle ich fest, was ein fairer Preis ist? Dabei hilft eine seriöse Wertermittlung enorm.

Tipp 3: Home-Staging: Gut präsentiert, ist halb gewonnen!

Setzen Sie Ihre Immobilie ins rechte Licht. Mit Home-Staging wecken Sie Interesse und überzeugen Interessenten leichter. Das zahlt sich aus.

Ihre Immobilie ist wertvoll! Und genauso soll sie bitte auch aussehen. Das ist gerade für private Immobilienverkäufer oft nicht so einfach, wie es klingt – etwa, wenn private Erinnerungen an dem Objekt hängen. Da hilft oft nur eines: Der neutrale Blick eines Profis auf Ihre Immobilie. Genau aus diesem Grund gibt es Home-Staging-Profis. Die arbeiten an der perfekten „Inszenierung“ Ihrer Immobilie.

Home-Staging kann bis zu 15 % Preissteigerung beim Verkaufserlös einbringen, wie Studien nachweisen. Schalten Sie Profis ein. Es lohnt sich. Sie können aber auch schon selbst viel erledigen: Schauen Sie sich Ihr Objekt mit möglichst neutralen Augen an, nehmen kleinere Reparaturen sofort vor, beauftragen professionelle Handwerker oder Gärtner für Größeres. Und dann – ganz wichtig: Machen Sie schöne Fotos von von Ihrer Immobilie! Damit alle Kaufinteressenten auf den ersten Blick sehen, was sie verpassen würden, wenn sie nicht bald mit Ihnen einen Besichtigungstermin vereinbaren!

Tipp 4: Wichtige Unterlagen kennen und bereithalten

Sammeln Sie alle relevanten Unterlagen und kennen Sie deren Inhalt. Das beschleunigt den Verkaufsprozess.

Im Vorfeld des Verkaufs sollten Sie alle wichtigen Unterlagen zusammenstellen und für den Besichtigungstermin bereithalten. Dazu gehören unter anderem immer ein Grundbuchauszug, eine Flurkarte, der Grundriss und eine Wohnflächenberechnung. Bei Wohnungen außerdem die Teilungserklärung , Protokolle der Eigentümerversammlungund die letzten Wohngeldabrechnungen.

Stellen Sie diese Unterlagen als pdf-Datei – oder ganz altmodisch in Papierform –für alle Interessenten bereit. Nehmen Sie sich vor den Besichtigungsterminen in aller Ruhe ein wenig Zeit, um sich alles zu vergegenwärtigen, was in diesen Unterlagen steht. Denn es ist mehr als wahrscheinlich, dass potenzielle Interessenten Ihnen genau dazu Fragen stellen werden – da wäre es gut, wenn Sie ohne großes Zögern antworten könnten.

Tipp 5: Das Immobilien-Exposé

Stellen Sie ein gutes Exposé zusammen. Das schafft mehr Aufmerksamkeit. Beschreiben Sie vor allem alle Vorzüge und auch die Mängel genau!

Ein Kernstück Ihres Immobilienverkaufs: Das Exposé sammelt alle Fakten, macht Werbung, soll ansprechend und überzeugend sein, neugierig machen – kurz: Es ist DAS Instrument Ihrer Immobilienvermarktung.

Alles, was Sie hier schreiben, an Bildern, Grundrissen und anderen Informationen sammeln, kann ganz oder in Teilen als Online-Anzeige oder in Zeitungen erscheinen. Sie können sogar noch einen Schritt weitergehen und Online-Videos, Panoramen oder Ausschnitte aus Google-Maps einbinden. Zum Beispiel kann ein virtueller 360°-Rundgang überzeugen.

Tipp: Sie dürfen – und sollten – Ihre Immobilie natürlich in allerbestem Licht erscheinen lassen, Vorteile, Besonderheiten, den Nutzen für künftige Eigentümer erwähnen. Aber wenn Sie versuchen, Nachteile zu verschweigen, wird das Ihre Erfolgsaussichten beim Verkauf schmälern. Bleiben Sie fair, benennen Sie mögliche Mängel ganz sachlich - die Kaufinteressenten werden es Ihnen danken!

Tipp 6: Gute Fotos machen einen gewaltigen Unterschied!

Gute Immobilienfotos sind eine echte Visitenkarte. Sie kanalisieren das erste Interesse von Suchenden. Erstellen Sie eine Reihe guter Fotos, beauftragen Sie ggf. einen Fotografen.

Der erste Eindruck zählt! Bevor wir auch nur eine Zeile Text gelesen haben, kann uns ein gutes Foto schon in seinen Bann ziehen. Das gilt auch für die Darstellung Ihrer Immobilie, vor allem in der Internet-Präsentation.

Fotografieren Sie selbst – oder bitten Sie jemanden, das für Sie zu tun. Ziel ist, möglichst viele Eindrücke von Ihrer Immobilie zu bekommen: Außenansicht, Blick aus dem Garten oder vom Haus auf den Garten, Bad, Küche, Besonderheiten wie Kamin, Ofen, Sauna, Fußbodenbeläge. Wichtig sind auch Detailaufnahmen wie etwa eine besonders hübsche Haustür. Wenn sich ein toller Blick in die Landschaft bietet: nicht nur beschreiben, sondern fotografieren.

Das schönste Foto sollte Titelbild Ihres Exposés werden. Nehmen Sie sich bitte erst Zeit für das Erstellen der Fotos: Warten Sie auf blauen Himmel, räumen gründlich auf, putzen und polieren Sie, bevor Sie fotografieren. Und dann lassen Sie sich Zeit für die Auswahl der besten Immobilienfotos.

Tipp 7: Der Grundriss in 3D!

Ergänzen Sie Grundrisse, denn diese helfen Suchenden, sich die Aufteilung vorzustellen. Besonders aussagekräftig sind 3D-Modelle, die Sie erstellen lassen können.

Grundrisse sind äußerst wichtig, denn sie geben Interessenten einen guten und sachlichen Blick auf die Immobilie, über Aufteilung und Nutzungsmöglichkeiten der Räume von Wohnung oder Haus. Wenn Sie keinen Grundriss haben, sollten Sie unbedingt einen erstellen – oder erstellen lassen. Denn der Grundriss gilt als fester Bestandteil Ihres Immobilienexposés und wird von Kaufinteressenten erwartet.

Tipp: Legen Sie dabei bitte keine Nutzung der Zimmer fest wie Kinderzimmer, Büro, Schlafzimmer. Das gibt Interessenten mehr Frei- und Fantasieraum für die eigene Gestaltung.

Tipp 8: Der richtige Marketing-Mix für Ihre Immobilie

Erzielen Sie Reichweite! Streuen Sie Ihre Immobilienanzeige und bewerben Sie diese durch ein Verkaufsschild, auf Schwarzen Brettern oder auch in Tageszeitungen.

Jetzt sind Sie optimal vorbereitet. Nun muss „die Welt“ nur noch von Ihrem Immobilienangebot erfahren. Veröffentlichen Sie Ihr Inserat und erzielen Sie eine größtmögliche Reichweite. Bei ohne-makler können Sie Ihre Immobilienanzeige auf vielen Portalen mit einem einzigen Knopfdruck veröffentlichen. Das maximiert die Aufmerksamkeit der Interessierten.

Es geht aber noch mehr! Das bedeutet: Machen Sie Werbung. Ergänzen Sie das Inserat mit von uns gesponserten Zeitungsanzeigen zu besonders günstigen Preisen! Prüfen Sie auch, ob ein Verkaufsschild gut sichtbar auf dem Grundstück oder im Fenster Ihrer Immobilie platziert werden kann. Wenn das möglich ist: Machen Sie das! Viele Immobilienverkäufer haben mit dieser simplen Werbemaßnahme schon erstaunliche Erfolge erzielt.

Tipp 9: Besichtigungstermine wollen gut geplant sein

Schaffen Sie zu den Besichtigungsterminen eine Wohlfühlatmosphäre und bereiten Sie sich auf Fragen vor!

Schaffen Sie für Besichtigungen eine Wohlfühlatmosphäre: Räumen Sie auf. Das Grundstück von Gerümpel befreien, ebenso Garage, Abstellräume, Keller und Boden, alle Wohnräume, Küche und Bad aufräumen. Die Innenräume sollten angenehm riechen, Außenbereiche sollten – je nach Jahreszeit – gepflegt sein, also: Im Winter regelmäßig Schnee schippen, im Sommer Pflanzen wässern.

Danach sollten Sie sich über die Zeitplanung Gedanken machen: Können Sie jederzeit Besuchstermine möglich machen? Wäre vielleicht das „Open-House-Konzept“ für Sie besser geeignet? Mehr darüber hier Besichtigungstermine planen. Haben Sie alle wichtigen Unterlagen gesammelt? Potenzielle Kaufinteressenten haben häufig viele Fragen – auch darauf sollten Sie gut vorbereitet sein!

Und schließlich: Auch Sie selbst sollten einen möglichst guten Eindruck machen: authentisch, fair und freundlich. Das ist nicht schwer – Sie sollten sich im Vorfeld einfach nur einige Dinge klarmachen. Tipps dazu hier: Kleiner Knigge für den Besichtigungstermin.

Tipp 10: Ein bisschen Geduld. Und viel Klugheit

Planen Sie Zeit ein! Der Verkaufsprozess dauert häufig zwischen drei und sechs Monate. Lassen Sie in dieser Zeit Ihre Anzeige online, da nicht sicher ist, ob der Käufer aus dem Kreis der ersten Interessenten stammt.

Der Verkauf einer Immobilie dauert in der Regel zwischen drei und sechs Monaten. Da die Buchung längerer Laufzeiten erheblich günstiger ist, empfiehlt sich eine Laufzeitbuchung von mindestens drei Monaten. Wir sind da sehr fair: Je länger Sie buchen, desto günstiger wird es.

Wenn Sie Ihre Immobilie optimal verkaufen wollen, ist ein bisschen Geduld also durchaus von Vorteil. Planen Sie die gebuchte Zeit bitte auch tatsächlich ein, bereiten Sie sich gründlich darauf vor und halten Sie sich aktiv für Besichtigungstermine bereit.

Lassen Sie Ihre Immobilienanzeige in der Zeit online, da nicht immer unter den ersten Interessenten am Ende auch der Käufer ist. Bis zum Notartermin ist es noch ein weiter Weg. Machen Sie sich nicht abhängig von einem Interessenten, werben Sie weiter. Verkauft ist das Objekt erst mit der Unterzeichnung des Kaufvertrags und zu 100 Prozent wirklich erst, wenn das Geld auf dem Konto ist.

Tipp 11. Vor dem Abschluss: Bitten Sie um eine Finanzierungzusage!

Der Verkaufsprozess dauert lange und endet beim Notar. Fragen Sie unbedingt vorher nach einer Finanzierungsbestätigung oder einem Kapitalnachweis. So wissen Sie, ob der Käufer den Preis auch zahlen kann.

Ein Immobilienverkauf ist auch formal ein komplexes Prozedere und wird immer über einen Notar abgewickelt. Der ist unparteiisch und erläutert beiden Seiten die Details des Kaufvertrags. Kaufvertrag. Damit der Vertrag nicht kurzfristig aus Geldmangel platzt: Lassen Sie sich vom Käufer im Vorfeld eine Finanzierungsbestätigung oder einen Kapitalnachweis vorlegen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Spätestens dann, wenn es konkret wird, benötigen Sie eine Finanzierungszusage der Bank des Kaufinteressenten, die speziell für Ihre Immobilie ausgestellt wird. Ohne diese Zusage ist nicht sicher, dass der Käufer die Summe aufbringen kann.

Klappt alles, trifft das Geld einige Zeit nach Unterschrift bei Ihnen oder auf dem Notaranderkonto ein. Sie haben Ihre Immobilie erfolgreich verkauft. Vielleicht waren unsere Tipps dabei hilfreich.

Geschrieben von

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Die Redaktion von ohne-makler aktualisiert regelmäßig den Bereich Magazin und Ratgeber, prüft Fakten, recherchiert aktuelle Entwicklungen am Immobilienmarkt und setzt Empfehlungen unserer Experten in Textform um.

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